Bayerische Regierung muss soziale Herausforderungen anpacken

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Armut hat viele Gesichter. Aufgabe der Politik ist es auch, sich dafür einzusetzen, dass ein menschenwürdiges leben möglich ist. Foto: Pixabay.com

Statement von Egon Forchhammer, Vorstand des Katholischen Jugendsozialwerks München

München. „Das Ergebnis der Wahlen zum Bayerischen Landtag ist eine Herausforderung", erklärt der Vorstand des Katholischen Jugendsozialwerks München e.V., Egon Forchhammer. „Die Zersplitterung der Parteienlandschaft und das bei der SPD dramatische Absacken der Stimmanteile der früheren Volkspartei lassen erwarten, dass es auch in Bayern nicht einfacher wird, künftig Politik zu gestalten." Als eine Ursache für die hohe Zahl an Wählerstimmen am rechten Rand sieht der Vorstand des KJSW die Tatsache, dass es die politisch Verantwortlichen in Bayern bisher nicht geschafft hätten, den sozialen Ängste der Bevölkerung couragiert zu begegnen. „Wir als Träger sozialer Arbeit werden täglich damit konfrontiert, wie schwer es für viele Menschen heute unter anderem aufgrund der hohen Mieten ist, ein Leben in Würde zu führen", betont Egon Forchhammer.

Auch die Mittelschicht sei heute armutsgefährdet, da das Leben in den Ballungsräumen immer weniger bezahlbar werde. Träger sozialer Arbeit wie das Katholische Jugendsozialwerk München bekämen das ebenfalls zu spüren, da es kaum noch möglich sei, Mitarbeiter für den sozialen Bereich zu gewinnen. „Wir hoffen, dass es bald gelingt, eine handlungsfähige Regierung in Bayern zu bilden und dass diese insbesondere die sozialen Herausforderungen unserer Zeit anpackt", betont KJSW-Vorstand Egon Forchhammer. „Dazu wünschen wir allen Beteiligten ein gutes Augenmaß und das Bewusstsein dafür, dass Politikerinnen und Politiker dafür gewählt werden, die echten Probleme der Menschen anzugehen."