Papstaudienz als Höhepunkt

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Bewohner und Betreuer erkunden gemeinsam die Highlights von Rom

Vom 8. bis 13. Oktober war eine 46-köpfige Pilgergruppe aus drei Einrichtungen des KJSW in Rom. Je 23 Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung und 23 Betreuer begaben sich auf die gemeinsame Wallfahrt. Die Bewohner kamen aus dem Monsignore-Bleyer-Haus in München-Pasing, aus dem Haus Maria Linden in Vaterstetten und aus den Einrichtungen für behinderte Menschen in Rosenheim. Einer der Betreuer war Berthold Wübbeling, Fachvorstand des KJSW, der die Reise mit geplant hatte. „Menschen mit geistiger Behinderung haben auch spirituelle Bedürfnisse. Wir wollten wenigstens für einige unserer Bewohner diese ganz besondere Reise ermöglichen. Sie sollen die Highlights von Rom sehen und an der Papstaudienz teilnehmen können", so Wübbeling.

Die Reise wurde von Patrizia Jagiella vom Bayerischen Pilgerbüro organisatorisch begleitet und bestens vorbereitet: Der für die Wallfahrt angemietete Bus hatte einen Lift, mit dem Rollfahrer ein- und aussteigen konnten. Die Mitarbeiter in den beiden gebuchten römischen Unterkünften verfügten über Erfahrung mit behinderten Gästen. Und die römische Reiseleiterin Christina Reisinger sprach in einfachen Sätzen und ging sehr herzlich auf die Gruppe zu. Die Wallfahrt wurde durch einen Zuschuss der Erzdiözese München und Freising in Höhe von 40.000 Euro sowie durch Spenden verschiedener Firmen in Höhe 6000 Euro erst möglich. Keiner der Pilger hätte sie sich von seinem monatlichen Taschengeld sonst leisten können.

Liebevolle Ausstrahlung

Höhepunkt der Wallfahrt war die Teilnahme an der Papstaudienz am vierten Tag. Alle Teilnehmer mit Handicap und einige Betreuer durften ganz nach vorne, um den Papst besser sehen zu können. Dass Papst Franziskus dann am Ende der Audienz zur Gruppe ging und alle persönlich begrüßte und segnete, war ein beeindruckendes Erlebnis für die Teilnehmer. „Franziskus ist ein lieber Mensch", freute sich etwa Josef S., der geistig behindert ist und sich schon lange eine Begegnung mit dem Papst gewünscht hatte. Nicht nur die behinderten Teilnehmer, sondern auch die Begleiter waren sehr beeindruckt von Papst Franziskus. „Er hat eine unglaublich wohlwollende Ausstrahlung, die das Herz berührt", meinte eine Betreuerin.

Maria Kaukal, Seelsorgerin im Haus Maria Linden und eine der Gruppenleiterinnen, war natürlich auch mit dabei. „Ich bin hoch zufrieden mit dem Verlauf der Reise", lautet ihre Bilanz. „Wir sind alle gesund zurückgekommen und niemand ist verloren gegangen." Es sei für sie beeindruckend gewesen zu sehen, wie gut alle Wallfahrer miteinander umgegangen seien. Wenn einige auf dem Kopfsteinpflaster deutlich langsamer unterwegs waren als andere, hätten die Ersten geduldig gewartet. Auf der Wallfahrt gab es weder Stress noch Hektik, dafür viel gute Laune und immer wieder spontane Zeichen von Zuneigung, etwa in Form einer Umarmung. „Für unsere Wallfahrt passt wohl das Bild vom Guten Hirten ganz gut, weil alle so gut miteinander umgegangen sind."
Text und alle Fotos: Riffert/KJSW

Die Reise in Kurzform:

  • Tag 1: Anreise
  • Tag 2: Petersplatz, Petersdom, Vatikanische Museen, Abendessen, Abendandacht
  • Tag 3: Gottesdienst mit Pfarrer Demmel vom Pilgerzentrum in der Basilika bei den Priscilla-Katakomben, Besichtigung der Priscilla-Katakomben, Besichtigung der Basilika Santa Maria Maggiore, Besichtigung der Kathedrale St. Paul vor den Mauern, Abendessen, Abendandacht
  • Tag 4: Teilnahme an der Generalaudienz von Papst Franziskus. Nachmittags Spaziergang durch das antike Rom mit Forum Romanum und Kolosseum. Abendessen, Abendandacht.
  • Tag 5: Spaziergang durch das barocke Rom mit Piazza del Popolo, Spanischer Treppe, Trevi-Brunnen, Pantheon und Piazza Navona. Abendessen, Abendandacht.
  • Tag 6: Heimfahrt.