10 Jahre Jugendwohnheim Deggendorf

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Verschiedene Eindrücke von der Feier. Alle Bilder: rif/KJSW

Wichtig für die ganze Region

Deggendorf, Trat 13. Hier direkt bei der Handwerkskammer liegt das Jugendwohnheim in Trägerschaft des Katholischen Jugendsozialwerks (KJSW), das 98 Wohnheimplätze bietet. Seit zehn Jahren gibt es das Jugendwohnheim nun schon - ein Grund, dieses Jubiläum am 7. Juli mit einem kleinen Festakt mit 35 geladenen Gästen zu begehen.

„Wer wohnt eigentlich in einem Jugendwohnheim? Bei uns sind es vor allem Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren, die aufgrund ihres Wohnorts einen unzumutbar langen Weg zur Berufsschule in Deggendorf beziehungsweise zu ihrem Ausbildungsbetrieb hätten", stellt Ludwig Weber die Bewohner des Jugendwohnheims Deggendorf vor. Weber ist der Leiter des Katholischen Jugendsozialwerks in Landshut, zu dem auch die Deggendorfer Einrichtung gehört.

Das Jugendwohnen erweitere für Betriebe das Potenzial an geeigneten Auszubildenden und trage so zur Fachkräftesicherung von morgen bei, ergänzt Weber. Die Eltern schätzten es sehr, dass ihre noch minderjährigen Kinder rund um die Uhr sozialpädagogische Ansprechpartner vor Ort haben. So könnten Ausbildungsabbrüche verhindert werden, weil mögliche Konflikte von den Pädagogen frühzeitig erkannt und aufgefangen würden.

Die jungen Bewohnerinnen und Bewohner erhielten Hilfen bei Problemen des Alltags und ein umfangreiches Freizeitangebot. Fünf Sozialpädagoginnen und ein Sozialpädagoge stehen als Ansprechpartner bereit. Rund um die Uhr sei jemand greifbar - nur am Wochenende sei das Haus geschlossen, so Ludwig Weber. Der Gesamtleiter dankte der anwesenden Bundestagsabgeordneten Gudrun Zollner (CSU) für ihren Einsatz für Jugendwohnheime wie dieses in Deggendorf.

„Was sind schon zehn Jahre?" Diese rhetorische Frage stellte Oberbürgermeister Dr. Christian Moser in seinem Grußwort. „Eine ganz schön lange Zeit, wenn man bedenkt, was sich alles ändern kann", gab er gleich die Antwort. So hätten vor zehn Jahren Jugendliche in der Region Deggendorf händeringend Ausbildungsplätze gesucht. Heute seien es die Arbeitgeber, die verzweifelt Auszubildende suchten. Das Jugendwohnheim Deggendorf sei für die Region sehr wichtig, weil es dadurch Jugendlichen möglich sei, weit weg von daheim einen Ausbildungsplatz anzunehmen beziehungsweise am Blockunterricht der Berufsschule teilzunehmen.

Landrat Christian Bernreiter bescheinigte dem Jugendwohnheim Deggendorf, dass es „grundsolide" aufgestellt sei. Er warb in seinem Grußwort dafür, dass sich wieder mehr junge Leute für handwerkliche Berufsausbildungen interessieren sollten. „Dazu brauchen wir Partner wie Sie", schloss er.

Nach einem Weißwurstfrühstück gab es Gruppenführungen durchs Haus. „Man merkt, dass sich die jungen Leute hier wohlfühlen", beobachtete dabei Sarah Waldherr-Sagmeister von der Regierung von Niederbayern. Hier sei alles gepflegt, nichts sei kaputt. „Wenn junge Leute so mit einem Haus umgehen, das nicht ihres ist, heißt das, dass sie sich dort wirklich wohlfühlen."
Gabriele Riffert